Hallo, hier ist IlseAktuellesLinks und InfosPresseRegionalgruppenImpressumForumEmail
Ilse - Initiative lesbischer und schwuler Eltern

Hallo, hier ist Ilse

Es gibt eine Menge Lesben und Schwule, die Kinder haben. Als Paar, alleine, oder in anderen Konstellationen. Das Leben mit Kindern verändert vieles: Es ist mächtig schön und mächtig anstrengend.

Die Alltagsprobleme von uns lesbisch-schwulen Eltern unterscheiden sich kaum von denen heterosexueller Eltern. Allerdings haben wir ungünstige Rahmenbedingungen: Wir werden nicht als vollwertige Familien anerkannt. Im Lebenspartnerschaftsgesetz werden wir so gut wie nicht berücksichtigt: Paare mit Kind(ern) haben in der Regel nach dem Eintrag erhebliche finanzielle Nachteile (keine steuerliche Berücksichtigung, aber z. B. gemeinsame finanzielle Veranlagung beim Kindergartengeld).

Diese ganzen Unwägbarkeiten führen zu Angst, (»Was passiert, wenn ich sterbe – wo wird/werden unser/e Kind/er leben?«) zu Wut (»Meine Freundin ernährt uns und wir müssen den höchsten Steuersatz bezahlen …«) und zu Unverständnis (»Familie ist, wo Kinder sind. Hier sind Kinder – und?«).

EU-weite Online-Befragung zur Trans- und Homophobie

Außer gelegentlichen Berichten über Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen gibt es sehr wenig vergleichbare, EU-weit erhobene Daten über alltägliche Diskriminierungserfahrungen von LSBT-Personen. Als Reaktion auf diese Situation hat die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) die bislang erste EU-weite Online-Befragung in Auftrag gegeben, um sich einen genauen Überblick über die Lebenssituation und Erfahrungswelten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen (18 Jahre oder älter) zu verschaffen. Diese Umfrage umfasst die 27 EU-Mitgliedsstaaten (darunter Deutschland) und Kroatien.

Da es sich hierbei um die erste EU-weite Umfrage dieser Art handelt, werden ihre Ergebnisse die Weiterentwicklung der Gleichbehandlungspolitik für LSBT-Menschen in der Europäischen Union unterstützen und dabei die Schwerpunkte für die kommenden Jahre festlegen. Auf der Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse werden politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene – ebenso wie Nichtregierungs- oder zivilgesellschaftliche Organisationen – ihre Strategien und Aktivitäten besser darauf ausrichten können, LSBT-Personen und ihre Gemeinschaften dabei zu unterstützen, dass diese frei von Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität leben können.

Die Umfrage ist absolut anonym (keine Daten der TeilnehmerInnen und ihrer Internet-Sitzungen werden in irgendeiner Form aufgezeichnet). Die Umfrage wird von Gallup durchgeführt, einem professionellen Umfrage- und Beratungsunternehmen.

Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann, ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen in jedem Land notwendig. Der Erfolg der Umfrage hängt davon ab, dass eine große Zielgruppe erreicht wird. Daher ist es sehr wichtig, dass TeilnehmerInnen den Fragebogen in ihrem LSBT-Freundeskreis weiterverbreiten, sei es per E-Mail, über soziale Netzwerke oder einfach durch eine persönliche Einladung an FreundInnen, sich doch ebenfalls an der Umfrage zu beteiligen.

Hier geht es zur Befragung

 

Was will Ilse?

Wir wollen Regenbogenfamilien unterstützen, sei es mit der Realisierung des Kinderwunsches oder mit klärenden Diskussionen über das Coming-out lesbisch-schwuler Eltern/Alleinerziehender. Egal welches Thema gerade ansteht – mit Ideen von anderen ist oft schon viel geholfen.

Wir wollen unsere Kinder stark und stolz machen durch die Erfahrung gesellschaftlicher Anerkennung und durch das Wissen, dass sie nicht allein sind.

Was sind unsere politischen Ziele?

Eigentlich ganz einfach:

1.) Die Anerkennung als Familie, wenn lesbische oder schwule Paare Eltern sind. Das bedeutet ein gemeinsames Sorgerecht für die Kinder und die daraus entstehenden Rechte und Pflichten.
2.) Ein gemeinsames Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare.

Das sind unsere wichtigsten Forderungen.

Das Lebenspartnerschaftsgesetz ist ein guter Anfang, jetzt wird es Zeit, dass es zu einem »familien-freundlichen Nachschlag« kommt. Die Familie steht ja laut Gesetz unter einem besonderen Schutz – na dann mal los…

Wie kannst du dabei sein?

Übers ganze Land werden lokale Gruppen enstehen, die sich regelmäßig oder unregelmäßig treffen, die vielleicht Untergruppen zu Themen bilden und vor allem selbst entscheiden, was sie tun wollen.
Ob Kaffeetrinken oder Aktionsgruppen planen – wichtig ist, dass wir uns kennen lernen, stärken und am besten auch eine Menge Spaß haben, neben aller politischen Arbeit.

Wir planen eine Menge, über die einzelnen Medien des LSVD kannst du dich über den jeweiligen Stand informieren (http://www.lsvd.de).

Vor allem im großen Regenbogenfamilie-Portal: www.family.lsvd.de 
 Hier findest du Informationen rund um den Familienalltag und die Familiengenese von lesbischen Müttern, schwulen Vätern und ihren Kindern. Diese Onlineplattform gehört zum LSVD Projekt „Regenbogenfamilien“, das sich seit 2002 bundesweit für die Verbesserung der persönlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Situation von Regenbogenfamilien ein.

Ilse - bundesweit?

Die ´Bundesweite Initiative lesbischer und schwuler Eltern´ ist ein Netzwerk, das wir Ende 2000 mit anderen Gruppen gegründet haben, um uns als starke Gemeinschaft auf den Weg zu machen. Kontakt: ilse(at)lsvd.de